Positionspapier zur Familienbildung
der
LAG Familienbildung Brandenburg
verabschiedet im Rahmen der
6. Brandenburgischen Familienbildungsmesse
Potsdam, am 24. September 2009
Präambel:
- „In dem Maße, wie sich die Herausforderungen für Familien verändern, muss sich auch zeitgemäße Familienbildung immer wieder neu am Unterstützungs-bedarf von Familien orientieren. Durch die präventive, Familien in all ihren Lebensphasen und -situationen begleitende und unterstützende Arbeit hat die Familienbildung bereits in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung und Stärkung der Familien geleistet.
Die Ziele der Familienbildung beziehen sich insbesondere auf die Stärkung und Entwicklung
- der elterlichen Erziehungskompetenz,
- der Beziehungskompetenz,
- der Alltagskompetenz,
- der Mitgestaltungs- und Partizipationskompetenz zur Mitarbeit in Formen der Selbst- und Nachbarschaftshilfe,
- der Medienkompetenz,
- Gesundheitskompetenz sowie
- der Kompetenz einer adäquaten Freizeit- und Erholungsgestaltung.“
(Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge, 2007)
- Familienbildung ist eine relevante gesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die alle angeht. Sie ist eine primär präventive Aufgabe von erheblichem volkswirtschaft-lichem Nutzen.
- Familienbildung muss als Bestandteil der Familienpolitik verstanden werden.
(s. Maßnahmenkatalog für Kinder- und
Familienfreundlichkeit
des Landes Brandenburg 2005).
Familienbildung findet an Orten und in Einrichtungen statt, in denen Erwachsene mit und für Kinder und ihre Eltern/Großeltern (und weitere Bezugspersonen) arbeiten. Akteurinnen und Akteure können eine Stärkung und Aktivierung von Familien effektiver und nachhaltiger leisten, wenn auch Land, Kreise und Kommunen zu diesem Ziel abgestimmt und sich gegenseitig ergänzend zusammenarbeiten.
- Familienbildung ist prozessorientiert. Sie richtet sich an Familien, in denen Kinder leben, an Jugendliche und an alle, die eine Familie gründen wollen, weiterhin an Senior/innen und Großeltern. Die Bedarfe sind ständig zu hinterfragen, da sich Bedürfnisse von und Anforderungen an Familien ändern. Familienbildung muss den Zugang zu den Familien immer wieder neu finden, um alle Lebensphasen und Familienzyklen und deren Übergänge zu umfassen. Familienbildung geht weit über den § 16 KJHG hinaus. Sie ist erheblich mehr als nur „Jugendhilfe“.
- Familienbildung braucht Qualifizierung, neue Leistungsprofile und spezifische Professionalisierung. Fachkräfte benötigen Kompetenzen insbesondere in der Erwachsenenbildung und der generationsübergreifenden Bildungsarbeit.
- Familienbildung braucht verlässliche personelle und materielle Ressourcen, um ihre Nachhaltigkeit zu sichern und eine langfristige positive Wirkung auf die Gesellschaft zu bewirken.
Das komplette Positionspapier finden Sie hier.
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