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Familienbildung als Aufgabe der Jugendhilfe

24. September 2009 | Altes Rathaus Potsdam
lag MASGF

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• Kurzbericht
Impulsreferat
  Prof. Dr. Sturzbecher

Positionspapier
Stimmen der   Teilnehmer/innen
Messe in Bildern


Materialien (pdf):

Ankündigung der   Messe (pdf)
Flyer (pdf)
Liste der
  Aussteller/innen

Präsentation
  Prof. Dr. Sturzbecher

Kurzbericht

Die 6. Brandenburgische Familienbildungsmesse fand am 24.09.2009 zum zweiten Male im Alten Rathaus Potsdam statt. Titel der diesjährigen Veranstaltung war: „Familienbildung als Aufgabe der Jugendhilfe.“ Unterstützt und gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie hatte wieder die Landesarbeitsgemeinschaft Familienbildung Brandenburg (LAG Familienbildung) zu Info-Markt und Familienbildungs-Fachprogramm eingeladen, und mehr als 150 Trägervertreter/innen, Verwaltungsverantwortliche, Fachkräfte und Interessierte sind der Einladung gefolgt. Dies waren mehr Besucher/innen als im Vorjahr, was darauf schließen lässt, dass das diesjährige Thema viele Teilnehmer/innen ansprach.

Der Messemarkt mit 26 Aussteller/innen aus den Handlungsfeldern Soziale Arbeit und Jugendhilfe, Bildung und Gesundheit - wie etwa bild1Familienverbände, Familienzentren, Eltern-Kind-Zentren, Mehrgenerationenhäuser, Kitas, Bildungsträger, Lokale Bündnisse für Familie und verschiedenen themenspezifischen Anbietern - bot den Teilnehmer/innen einen guten Einblick in die Vielfalt der Familienbildungsangebote in Brandenburg. – Einen umfassenden Überblick verschaffte sich am Morgen auch die Brandenburger Familienministerin Dagmar Ziegler, sowie Staatsekretär Burkhart Jungkamp bei einem ausführlichen Rundgang über den Messemarkt.

Danach begrüßte Ministerin Ziegler die Teilnehmer/innen mit einem Grußwort im Plenarsaal. Es sei erfreulich, so Ziegler, wie sich bild2die Messe im Verlaufe der Jahre zu einem wichtigen Informations- und Gesprächsforum entwickelt habe, das den Dialog zur Schaffung von landesweiten Bildungsangeboten für Familien befördere. „Das Angebot der vielen Vereine und Verbände, Institutionen und Kommunen auf diesem Gebiet kann sich sehen lassen. Darauf können wir aufbauen und ich bin überzeugt, für die zukünftige Arbeit noch weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewinnen zu können“, sagte die Schirmherrin der Familienbildungsmesse, Dagmar Ziegler.

Staatsekretär Burkhard Jungkamp, vom brandenburgischen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) bekräftigte in seinem Grußwort, dass das Bildungsministerium auch in Zukunft diese Veranstaltung fördern und auch Projekte wie die Eltern-Kind-Zentren weiter unterstützen wird. Alle, die Bildung mittragen, sollen gemeinsam diskutieren und auch gemeinsam ein ganzheitliches Verständnis von Bildung schaffen, so Jungkamp.

Elona Müller, die in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Potsdam, Jann Jakobs sprach, legte den Focus in ihrem Grußwort auf die Kommunalpolitik. Sie stellte die Bedeutung der lokalen Bündnisse für Familien heraus. Das wichtigste sei es, auf die Bedarfe der Familien zu achten und zu berücksichtigen, in welchen Stadtteilen sie angesiedelt sind. Ein ressortübergreifendes Arbeiten ist dabei von zentraler Bedeutung. Es kann passieren, so Müller, dass neue Ideen aufgrund der Haushaltslage nicht sofort umgesetzt werden können, es ist aber große Vorsicht geboten, dass keine Rückschritte im Bereich der Familienbildung gemacht werden.

Hauptreferent war Prof. Dr. Dietmar Sturzbecher vom Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung (IFK) e.V. an der Universität Potsdam. In seinem Vortrag „Familienbildung im Spiegel – Ziele, Leitbilder, Strukturen und Qualitätsmerkmale“ resümierte er am Ende, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle Familien gleich stark sind. Bildung in der Familie braucht deshalb die Ergänzung durch Bildung für die Familie. Familienbildung unterstützt Familien behutsam dabei, ihre eigenen Stärken zu entdecken und in Belastungssituationen auf eigene Ressourcen zurückgreifen zu können, so Sturzbecher.

Im Expert/innengespräch zur Fragestellung „Was brauchen Orte der Familienbildung, um eine qualitativ gute Arbeit zu leisten?", bild3moderiert von Barbara Schrul (Gleichstellungsbeauftragte der Universität Potsdam), wurde schnell deutlich, dass Familienbildung ohne finanzielle Ressourcen und personelle Kontinuitäten schwer umsetzbar ist. Das Gespräch regte die TeilnehmerInnen an, in den Arbeitsgruppen am Nachmittag weiter über die Erschließung neuer Ressourcen sowie Systematik und Kontinuitäten zu diskutieren. Die Ergebnisse aus diesen Gesprächen wurden im Positionspapier zur Familienbildung festgehalten.